An der Ostküste Balis, wo sich die Ausläufer der Berge bis ans Wasser schieben, reiht sich das Fischerdorf Amed über acht Kilometer an Buchten entlang. Amed liegt im Regenschatten des mächtigen Vulkans Agung und ist damit die trockenste Region der Insel – während es im Landesinneren regnet, weht hier meist nur eine beständige Brise vom Meer durch die Bergkämme. Genau deshalb verbringen wir hier die längste Zeit unserer Reise.
Mit den Jukung-Booten hinaus
Jeden Morgen vor Sonnenaufgang schiebt die Fischerflotte ihre schmalen Auslegerboote – die Jukung – ins Wasser, wie seit Generationen. Wer mag, fährt mit: mit Handleine, im ersten Morgenlicht, mit etwas Glück beißen Makrele oder Thunfisch an. Der Einstieg ins Boot verlangt etwas Beweglichkeit; die Fischer und unsere Begleitung helfen mit geübten Händen. Und wer lieber am Strand bleibt, erlebt die Rückkehr der Flotte – ein Schauspiel für sich.
Besondere Abende & fangfrischer Fisch
In Amed haben wir besondere Abende geplant: Der Fang vom Morgen kommt abends auf den Grill – frischer geht es nicht. Dazu balinesische Musik, lange Gespräche und Sonnenuntergänge, bei denen die Sonne hinter der Silhouette des Agung versinkt.
- Morgendliche Ausfahrt mit den Fischern (optional, mit Hilfestellung)
- Fangfrischer Fisch vom Grill an unseren Themenabenden
- Schnorcheln am japanischen Wrack – es liegt nur wenige Meter vor dem Strand in geringer Tiefe
- Traditionelle Meersalz-Gewinnung im Dorf – ein altes Handwerk zum Zusehen
Ehrlich zur Ausfahrt
Die Jukung sind schmale, niedrige Boote – man sitzt dicht über dem Wasser, und der Einstieg vom Strand braucht Standfestigkeit oder zwei helfende Hände. Bei Wellengang sagen wir eine Ausfahrt auch mal ab. Niemand muss hinaus: Das Dorf, die Abende und das Meer sind auch vom Liegestuhl aus wunderschön.
Um sechs Uhr morgens auf dem Wasser, die Berge im Rücken, die Sonne kommt über das Meer – dafür fährt man um die halbe Welt.